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:: Greenpeace Jugendgruppe Stuttgart ::
Jung und gerade deswegen aktiv für
die Umwelt
Celia Eisele, Greenpeace JAG Stuttgart
Gift in Nahrung von Mensch und Tier, Gentechnik
im Essen, Kriege um Macht und Geld, der fortschreitende Artenschwund
- es reicht!
Wenn Jugendliche bei Greenpeace aktiv werden,
haben sie meist ein gemeinsames Motiv:
Sie haben genug von Gleichgültigkeit und wirkungslosem Politikergesülze,
wenn es um die Umwelt geht. Sie wollen nicht länger zuschauen,
wie Lebensraum ungebremst zerstört und ihre Zukunft verbaut
wird.
Als sich im letzten September die ersten Jugendlichen
aus Stuttgart und Umgebung trafen, um eine JAG - eine Jugend-AG
bei Greenpeace - zu gründen, waren sie fest entschlossen, der
Zerstörung ihrer Umwelt nicht tatenlos zuzusehen.
Aus den vier jungen Aktivisten wurde bald ein
knappes Dutzend. Ich bin eine von ihnen und seit dem ersten Tag
dabei. Wir sind zwischen 15 und 19 Jahre alt und machen uns gemeinsam
stark für mehr Umweltschutz.
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| © Greenpeace JAG-Stuttgart |
Im Oktober fand unsere erste Aktion statt. Zusammen
mit anderen JAGs aus Bayern und Baden-Württemberg bauten wir
einen Infostand in der Stuttgarter Königstasse auf, wo wir
die Passanten über die Gefahren der krebserregenden Partikel
im Dieselruß informierten. (Schon seit einigen Monaten fordert
Greenpeace die deutsche Automobilindustrie auf, serienmäßig
Dieselrußfilter in alle Dieselautos einzubauen.) Wir sammelten
850 Unterschriften, die wir an das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg
übergaben. Außerdem baten wir die Passanten um ein Foto.
Dazu sollten sie sich eine Gesichtsschutzmaske mit der Aufschrift
"Diesel macht Krebs" aufsetzen. Überraschend viele
Leute kamen unserer Bitte nach und so konnten wir über 100
Fotos schießen, die teilweise auf unserer Homepage ausgestellt
sind (s.u.).
Dieselruß ist natürlich nicht das einzige
Thema, zu dem Jugendliche bei Greenpeace aktiv werden. Andere Bereiche
sind zum Beispiel Wälder, Tier- und Artenschutz, Meere und
regenerative Energiequellen, das heißt Solarenergie, Windkraft,
Biomasse und Wasserkraft.
In Deutschland gibt es momentan etwa 50 JAGs,
alleine in Baden-Württemberg sind es sechs Gruppen. Die meisten
Mitglieder sind zwischen 14 und 20 Jahre alt. Sie arbeiten selbstständig,
das heißt sie überlegen sich selbst, wie ihre Aktionen
aussehen, wie oft sie sich treffen und an welchem Ort sie Aktionen
durchführen. Manchmal tun sie sich auch mit den Erwachsenen
der Greenpeace-Gruppen zusammen. Auf sich alleine gestellt sind
die JAGs jedenfalls nie: Ratschläge und Material bekommen sie,
falls nötig, aus der Greenpeace-Zentrale in Hamburg.
Damit die JAGs möglichst effektiv arbeiten
können, konzentrieren sie sich auf bestimmte Themen, die jedes
Jahr festgelegt werden. Und da Spaß und Gesellschaft bei den
JAGs großgeschrieben wird, machen oft mehrere Gruppen gemeinsam
eine Aktion - und hinterher wird dann gefeiert!
:: Weitere Informationen ::
Stand: Mai 2003
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