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:: Unterschriftenaktion gegen den Pelzhandel ::
Peek & Cloppenburg verkauft Kleider mit Pelzbesätzen

In den letzten Jahren begann die Pelzindustrie einen Feldzug in der Modeindustrie. Einst von den Kampagnen von Tierschützern aus den Läden vergrault, hatte die Pelzindustrie einen neuen Absatzweg gefunden: Pelzapplikation hieß fortan das Zauberwort, das der Pelzindustrie zu einem größeren Absatz verhelfen sollte.

© tierschutz-bildarchiv.de
Die Tierschützer sind hierüber natürlich bestürzt: Sie rufen zu Protest- und Boykottaktionen gegen die Handelsketten, die ganze Pelzabteilungen wieder einführten, auf. Außerdem informieren sie die Konsumenten über das große Tierleid in den Pelztierzuchten. Ihrer Meinung nach gehören Pelze in die Steinzeit und sind ethisch nicht verantwortbar. Die Pelztierzucht solle, wie in England und Österreich, gerichtlich verboten werden und es solle, ihrer Traumvorstellung nach, auch in Deutschland keinen Markt mehr hierfür geben.

Enge Drahtkäfige für viele Tiere
© Dr. Marc Rissi

Grundsätzlich würden Nerze, eine bevorzugte Pelztierart, in einem Gitterkäfig, dessen Größe bei etwa 0,3 m² für bis zu vier (!) Nerze liegt, gehalten. Bei jeder dritten Pelzfarm würden diese weniger als dreimal jährlich gesäubert werden, wodurch Infektionskrankheiten, Insektenplagen und Gestank vorprogrammiert seien. Letzteres sei für die geruchsempfindlichen und sauberkeitsliebenden Wassertiere besonders schlimm. Sie würden zudem, was Bilder belegen, auch im tiefsten Winter unter freiem Himmel gehalten, da dies die Pelzbildung fördert. Eine Qual der besonderen Art für die überzüchteten Tiere in den kalten Käfigen: Sie leiden unter Fellbeißereien und würden, laut Tierschützerangaben, bei Minustemperaturen auch öfters kläglich am Gitterrost festgefroren, regelrecht dahinvegetieren.

Pelzfarm - die Ausscheidungen gelangen durch die Gitterkäfige
© Dr. Marc Rissi

„Geerntet“ würden die Pelze "schonend", indem die Tiere in eine Holzkiste gesperrt und mit Kohlendioxid vergast, oder indem man durch eine in den Fang gezwungene und eine in den After geschobene Elektrode dem Tier Strom durch den Körper jagt“, weiß Tierschützer Andreas Schneider zu berichten. In Deutschland existieren derzeit noch ca. 45 solcher Nerzfarmen und einige nebenerwerbsbetriebene Chinchilla-Zuchten.

Warum diese Qualen von den Käufern und Handelsketten billigend in Kauf genommen werden, kann kein Tierschützer wirklich verstehen: „Ich verstehe es zwar, wenn man schön sein möchte, aber ich sehe Pelz als keinen Weg hierzu“, meint Sylvia von der Offensive gegen die Pelzindustrie.

Fakt ist, dass jedem Käufer diese Qualen bewusst sein müssen, wenn er sich einen Mantel kaufen möchte. Denn für die von Tierschützern längst „aufgeklärten“ Handelskonzerne, zählt nur eines: der Profit. Man muss also durch eine konsequente Berichterstattung versuchen, dem echten Pelz Marktanteile zu rauben und durch Protestaktionen und Demonstrationen die Handelsketten zu einer Umkehr zu bewegen.

Protestaktion am 27.12. in Unna
© Offensive gegen die Pelzindustrie

Letzteres versucht eine Gruppe von Tierschützern aus ganz Deutschland seit geraumer Zeit zu erreichen. Nachdem die "Offensive gegen die Pelzindustrie", wie sich der Zusammenschluss der Tierrechtsgruppen nennt, die Bekleidungskonzerne C&A und KarstadtQuelle zu einer Schließung des Pelzsortiments bewegen konnte, wenden sie sich nun Peek & Cloppenburg zu. Dort wollen sie ebenfalls den Pelzhandel beenden.Die Tierschützer hoffen auf Einlenkung seitens des großen Bekleidungskonzerns und auf eine Rückkehr zu Kunstpelzen. „Schließlich ist die Pelztierhaltung in anderen Ländern, wie England und Österreich bereits verboten“, stellt Sylvia klar.

Zur Unterstützung der Aktion gegen Peek&Cloppenburg könnt ihr Unterschriften sammeln.

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