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:: Kanada: Geringe Eisbildung gefährdet Tierwelt ::

Ottawa, 19. Januar 2003

Alarmierende Beobachtung in Kanada: Auf dem Nordatlantik vor der kanadischen Ostküste und im St.Lorenz-Golf hat sich in den letzten Jahren erheblich weniger Eis gebildet als früher. Die Ausdehnung der Eisflache lag um bis zu 60 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 1969 bis 2002.

Dies meldet eine Studie von vier Wissenschaftlern. Die Ursache sehen sie in klimatischen Veränderungen.

Von allen Seiten bedroht: Robben © IFAW

Der Trend kann sich verhängnisvoll auf das sensible Ökosystem auswirken, etwa auf die Robben-Populationen der südlichen Arktis. „Ebenso wie an den Eisbären und anderen Säugetieren der Arktis geht die Klimaveränderung auch nicht an den Robben vorbei. Ihnen dient das Eis als Basis für Geburt, Aufzucht und Fellwechsel sowie als Ruheraum." erläutert Dr. David Lavigne, Mitautor der Studie und wissenschaftlicher Berater des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW).

Vor allem sind die beiden Robbenarten Sattelrobbe und Klappmütze auf das Eis angewiesen. Nur auf Eis können sie ihren Nachwuchs zur Welt bringen und säugen. Dies findet im März statt. Später, während ihrer Rückwanderung nach Norden, benötigen sie noch einmal große stabile Eisflächen, auf denen sie sich zum Fellwechsel versammeln können. Dies geschieht im April und Mai auf den Eisfeldern vor der Küste Labradors.

In den letzten Jahren beobachteten IFAW-Mitarbeiter wiederholt, dass die Eisschmelze im St.Lorenz-Golf viel zu früh einsetzte und das Eis für die Robben untauglich machte und infolgedessen Tausende von Robbenbabys sterben mussten.

Die Robbenjad ist eine grausame Angelegenheit © IFAW

„Dies belastet die Robben-Populationen beträchtlich. Hinzu kommt das alljährliche Massenmassaker durch die kanadische kommerzielle Robbenjagd. Wenn das kanadische Fischereiministerium die Robbenjagd-Quote festlegt, berücksichtigt es in keiner Weise die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die besondere Belastung durch geringe Eisbildung. Letztes Jahr wurden 307.000 Sattelrobben getötet, so viele wie 35 Jahren nicht mehr." klagt David Lavigne vom IFAW.

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Textquelle: Pressemitteilung/Christoph Schneider

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