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Fernseher sind Energiefresser -
Verbrauch für den Mobilfunk wächst
:: Energieverbrauch von Informations-
und Kommunikationsgeräten steigt rasant ::
21. März 2003
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Energiefresser PC
© bilderbox.com |
Im Jahr 2010 benötigen
die Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik in Deutschland
rund 55 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das sind knapp 11 Prozent
des gesamten deutschen Stromverbrauchs und entspräche der Stromerzeugung
von acht großen Kraftwerken. Das geht aus Berechnungen des
Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung
ISI, Karlsruhe, für das Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit hervor. Demnach entfällt über die Hälfte
des Strombedarfs auf Fernseher, Server, Stereoanlagen sowie zunehmend
auf die Infrastruktur der Mobilfunkanbieter. Bis zu 20 Prozent davon
ließen sich nach Untersuchungen der Fraunhofer-Forscher einsparen.
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Energiefresser Fernseher
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Wegen ihrer intensiven Nutzung sind insbesondere
die Fernsehgeräte Energiefresser. Sie verbrauchen im Jahr 2010
voraussichtlich gut ein Fünftel der gesamten Energie für
Informations- und Kommunikationstechnologien. Den stärksten
Anstieg des Energieverbrauchs erwarten die Forscher aber bei den
Mobilfunknetzen sowie beim Ausbau der Kommunikationsinfrastruktur
in den Haushalten. Bei den Mobilfunknetzen steigt der Bedarf von
heute etwas über eine Milliarde Kilowattstunden auf fast das
Vierfache im Jahr 2010. Ursache dafür ist vor allem der Aufbau
der UMTS-Netze, die einen sehr hohen Stromverbrauch haben. Der Anstieg
im Haushalt hängt dagegen vor allem mit der Verbreitung von
Breitbandanschlüssen wie DSL-Modems zu-sammen.
Die meiste Energie wird im Normalbetrieb benötigt.
Viele Geräte verbrauchen aber auch im Standby-Modus Strom,
ebenso wie im so genannten Schein-Aus-Zustand, in dem die Geräte
so tun, als seien sie ausgeschaltet. Der Strombedarf im Schein-Aus-Zustand
nimmt zwar nach den Berechnungen der Fraunhofer-Forscher bis zum
Jahr 2010 um gut 20 Prozent auf 2 Milliarden Kilowattstunden ab.
Der Verbrauch ist nach Meinung der Fraunhofer-Forscher aber immer
noch viel zu hoch, weil er vollkommen überflüssig ist.
Der Rückgang ist überdies nicht auf eine Steigerung der
Effizienz zurückzuführen. Vielfach wird bei den Geräten
der Schein-Aus-Zustand künftig durch einen Bereitschaftsbetrieb
ersetzt. Das gilt insbesondere für digitale Fernseher.
Angesichts dieser Zahlen empfehlen die Fraunhofer-Experten
daher eine Verschärfung der Effizienzanforderungen sowie eine
Vereinheitlichung der zahlreichen Energielabels auf nationaler und
internationaler Ebene. Hilfreich ist ferner eine energiebewusste
Nutzung dieser Geräte. So kann durch die bewusste Verwendung
schaltbarer Steckdosenleisten oft Strom gespart werden.
Textquelle: Pressemitteilungen/Christoph
Schneider
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