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Das Umweltbewusstsein geht laut
Studien rapide zurück
:: Studie präsentiert Mängel
in der Umweltbildung ::
21. März 2003
"Die Wirtschafts- und Irakkriese überlagern
das Bewusstsein für Umweltprobleme", stellte der Vositzende
der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Wolfgang von Geldern, bei
der Vorstellung einer eigenen Analyse über das schwindende
Umweltinteresse in Deutschland fest. Eine Studie des Meinsungsforschungsinstitut
Allensbach bläst in das gleiche Rohr: Vor allem unter 16- bis
29-Jährigen sei das Interesse am Umweltschutz unterdurchschnittlich
ausgeprägt.
Umweltbildung in der Schule mangelhaft
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Umweltbildung: mangelhaft
©
bilderbox.com |
Zwar plädiere der Allensbach-Studie zufolge
eine Zweidrittelmehrheit dafür, Kinder schon frühzeitig
über Umweltprobleme aufzuklären. Aber rund 73 Prozent
der 16- bis 29-Jährigen gaben die Auskunft, dass Umweltthemen
im Unterricht keine oder nur eine geringe Rolle spielen würden.
Das Wissen vieler Menschen über konkrete umweltrelevante Dinge,
zum Beispiel die richtige Abfalltrennung, sei zudem wesentlich höher
als zu abstrakten Begriffen wie etwa "Agenda 21". Nach
Ansicht breiter Teile der Bevölkerung (37 Prozent) nützten
hohe Umweltauflagen der Wirtschaft eher als ihr zu schaden. Nur
17 Prozent der Befragten glauben, dass Umweltschutzauflagen die
Wirtschaft beeinträchtigen und Arbeitsplätze
kosten.
Eine weitere interessante Erkenntnis lieferte
die Frage nach der Akzeptanz für weitere Gesetze und Auflagen
zur Regelung des Umweltschutzes. Für diese sprach sich eine
klare Zwei-Drittel-Mehrheit (68 Prozent) aus. Nur 20 Prozent der
Befragten setzten darauf, dass Unternehmen auf freiwilliger Basis
genug für den Umweltschutz tun.
Umweltorganisationen erhalten größtes
Vertrauen
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Greenpeace erhält
größtes Vertrauen
© Bernd Arnold/Greenpeace |
Insgesamt stehen die Bundesbürger, wie die
Allensbach-Studie zeigt, allen staatlichen Stellen und der Wirtschaft
in Sachen Umweltschutz überwiegend skeptisch gegenüber,
während private Organisationen meist großes Vertrauen
genießen. Für 71 Prozent der Deutschen ist Greenpeace
im Bereich Umweltschutz die vertrauenswürdigste Institution
knapp gefolgt von den Verbraucherverbänden (70 Prozent).
Auf dem dritten Platz setzten die
Deutschen mit 57 Prozent den BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland) noch vor dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit
52
Prozent. Die staatliche Institution, der das größte Vertrauen
in Umweltschutzfragen entgegengebracht wird, ist auf Rang fünf
mit einer
Quote von 48 Prozent das Bundesverbraucherministerium von Renate
Künast. Damit läuft sie dem eigentlich zuständigen
Bundesumweltminister Jürgen Trittin den Rang ab. Dessen Ministerium
landet mit 43 Prozent auf Platz sieben noch hinter dem Bundesgesundheitsamt,
dem 45 Prozent vertrauen.
Großes Misstrauen gegenüber
Unternehmen und Parteien
Großunternehmen und Parteien haben es anscheinend
überhaupt nicht
verstanden, der Bevölkerung ihren Beitrag zum Umweltschutz
zu
vermitteln. Lediglich sieben bzw. sechs Prozent halten sie in dieser
Frage für vertrauenswürdig. Den kleineren und mittleren
Unternehmen
hat immerhin jeder fünfte Bundesbürger das Vertrauen beim
Umweltschutz ausgesprochen.
Vielzahl der Umweltsiegel führt
zum Verlust der Trennschärfe
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| Kaum erkannt: Das neue Biosiegel |
Von der großen Zahl unterschiedlicher Umwelt-Siegel
fühlen sich die meisten Verbraucher überfordert. Vielen
gelingt es nicht, das Leistungsversprechen der jeweiligen Gütesiegel
richtig anzugeben. Der "Grüne Punkt" ist das mit
weitem Abstand im Verbraucherbewusstsein durchgesetzte Umwelt-Siegel:
78 Prozent der Deutschen konnten erklären, was der "Grüne
Punkt" auf einer Verpackung bedeutet. Im Verbraucherbewusstsein
ebenfalls gut verankert ist der "Blaue Engel",dessen Bedeutung
53 Prozent der Befragten richtig erklären konnten. Beim von
Bundesverbraucherministerin Künast im Herbst 2001 eingeführten
Bio-Siegel wussten erst 15 Prozent der Befragten richtig anzugeben,
was sich dahinter verbirgt.
Textquelle: Pressemitteilungen/Studie/Christoph
Schneider
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