Kontakt
Suche
 

Startseite  Schwerpunkte  Aktuelles Aktiv Hilfe Interaktives




Unsere Nachrichten

Weitere Nachrichten:
Aktuelles
Politik
Deutschland
Wald
Landwirtschaft
Energie
Artenschutz
Sonstiges


:: Der Siebenschläfer - Wildtier des Jahres 2004 ::

31. Oktober 2003

Wie die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild am gestrigen Donnerstag mitteilte, ist der kleine Siebenschläfer (Glis glis) das Wildtier des Jahres 2004. Die Nagetiere mit dem buschigen Schwanz ähneln den Eichhörnchen und gelten in Norddeutschland als vom Aussterben bedroht. Der Name Siebenschläfer stammt von dem rund siebenmonatigen Winterschlaf, den der gefräßige und nachtaktive Nager von Anfang Oktober bis Anfang Mai hält.

Siebenschläfer - Wildtier des Jahres 2004 © ZDF.Umwelt
Die Siebenschläfer sind mit durchschnittlich 16 Zentimeter Leibes- und 13 Zentimeter Schwanzlänge die größten Mitglieder der Familie der Bilche. Sie verständigen sich untereinander mit verschiedenartigsten Lauten - vom lang gezogenen und trillernden Pfiffen über allerlei murmelnde und murksende Laute bis hin zu Quieken und Zirpen.

Der schnelle Kletterer lebt vorwiegend in trockenen Eichen- und Buchenwäldern der mittel- und südeuropäischen Mittelgebirge. Reine Nadelwälder meidet er. Tagsüber verbirgt er sich in hohlen Bäumen oder Erdlöchern, auch Wurzelstöcke und totes Holz im Wald bieten ihm Unterschlupf. Am Abend kommt er hervor und sucht sich seine Nahrung - energiereiche pflanzliche Stoffe wie Eicheln, Nüssen, Kastanien oder Obst. Der äußerst gefräßige Geselle verschmäht auch keine kleineren Tiere und Eier.

Auch in die Nähe des Menschen wagt er sich vor, plündert Weinberge und besucht Obstbäume, Scheunen, Vogelnistkästen oder Reisighaufen. Marder, Iltisse und Eulen zählen zu seinen natürlichen Feinden. Zudem werden die Nager in manchen Gegenden mit allen Mitteln von den Menschen bekämpft, weil sie als Ernteschädlinge gelten.
Das war im alten Rom noch anders. Dort galten die niedlichen Tierchen als Delikatesse, wurden gezüchtet und gemästet. In einigen Regionen Europas, beispielsweise in Gebieten Frankreichs und Sloweniens, ist das heute immer noch so. Mit dem gleichnamigen Tag am 27. Juni hat der Siebenschläfer aber nichts zu tun. Die Legende geht bis ins 3. Jahrhundert zurück. Dem zu Folge waren die Siebenschläfer sieben Brüder.

:: Weitere Informationen zu Siebenschläfern ::

:: Weitere Tiere und Pflanzen des Jahres 2004 ::

Textquelle: Christoph Schneider / dpa-Meldung

 Aktuell 

Weitere Aktuelle Nachrichten:


   

© 2000 - 2004 UmweltschutzWeb.de-Netzwerk