|
NaturFreunde
fordern Verkehrswende in Deutschland
Neues Projekt für klimafreundliches Freizeitverhalten
21. Janaur 2004
Als sich nur wenige und
besser Betuchte Autos leisten konnten, war es selbstverständlich
mit Bus und Bahn ins Wochenende oder zum Nachmittagsspaziergang
ins Grüne zu fahren. Diese Zeiten haben sich bedeutend geändert
- das Auto ist das Fortbewegungsmittel Nr. 1., wenn es um die Freizeitgestaltung
geht
 |
| Die Anfahrt mit dem Bus zum
Naturfreundehaus - so hätten es die NaturFreunde gerne
© NaturFreunde |
Mit dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU) geförderten Projekt "einsteigen: naturfreundlich
unterwegs!" will nun der Bundeverband der NaturFreunde dazu
beitragen, das Klima durch neue Freizeitverkehrskonzepte zu schützen.
In den nächsten Monaten werden gemeinsam mit den Naturfreundehäusern
attraktive Angebote der Naherholung erarbeitet werden - allesamt
mit Bus und Bahn, per Fahrrad oder zu Fuß erreichbar.
Denn, nach Mitteilung der NaturFreunde, würde
die Zeit drängen und Appelle, Ressourcen zu schonen und dem
Klimaschutz in Alltag und Freizeit einen höheren Stellenwert
einzuräumen, gäbe es tagtäglich. Bei Urlaubsflügen
und Schwerlastverkehr sei viel von der Notwendigkeit einer Verkehrswende
die Rede, bekanntlich angesichts des Verkehrswachstums mit wenig
Erfolg.
Hier wollen die NaturFreunde konkret aktiv werden.
Die negativen Auswirkungen des Massentourismus der vergangenen Jahrzehnte
für Mensch, Tier, Umwelt und Kultur sind unübersehbar.
Fast 50 Prozent der Freizeitfahrten finden z.Zt. mit dem eigenen
Auto statt - nur 4 Prozent hingegen im Bus. Weil gerade in der Freizeit
zum Feierabend oder am Wochenende oft kurze Wege anfallen, scheint
hier die Verkehrswende ein leichter zu organisierendes Ziel. Mit
wenig Aufwand ließe sich die eigene Freizeit so organisieren,
dass die Fahrt in den Stadtwald oder ins Naherholungsgebiet klimafreundlich
wird: Mit Bus und Bahn oder mit dem Fahrrad.
Die NaturFreunde wollen nun bis April 2005 zwanzig
detaillierte Gute-Praxis-Modelle präsentieren, in deren Mittelpunkt
jeweils eins der insgesamt fast 500 Naturfreundehäuser steht.
Gemäß der Tradition der NaturFreunde werden sie hierbei
auf die Wiederentdeckung der Nähe setzen, auf die Attraktivität
der Landschaften vor unseren Türen und auf eine bewegungsorientierte
Freizeitgestaltung. Mit individuellen Mobilitätskonzepten für
die Naturfreundehäuser und dem etwas anderen Freizeitservice
für unsere Gäste will der Verband den Regionen zu neuer
Bedeutung verhelfen und zum Klimaschutz im Freizeitverkehr beitragen.
Einsteigen - naturfreundlich unterwegs, lautet die Devise.
:: Weitere Informationen ::
Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Internetseite
des NaturFreunde-Projekts.
Verfasser: Pressemitteilung/Christoph
Schneider
|