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WWF-Kampagne
2005
Rettet die Wälder Borneos
rettet die Orang-Utans!
04. Dezember 2005
Wir sind dabei, unsere
nächsten Verwandten und die ältesten Regenwälder
der Welt zu verlieren. Wenn wir die Zerstörung der Wälder
Borneos nicht stoppen, wird es in 20 Jahren keine überlebensfähigen
Gruppen wild lebender Orang-Utans mehr auf Borneo geben.
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| Den Lebensraum der Orang-Utans,
der Regenwald, will der WWF retten. ©
WWF |
Auch Deutschland muss seinen Beitrag leisten,
damit diese Horrorvision nicht Wirklichkeit wird. Wir brauchen daher
jede Menge Teilnehmer bei der
WWF-Unterschriftenaktion an die zukünftige Bundeskanzlerin.
Die Bundesregierung kann und muss jetzt handeln. Viele tausende
- besser noch hunderttausende - Unterschriften sollen demonstrieren,
wie wichtig uns allen der Schutz der Orang-Utan-Wälder ist.
Der WWF will dafür sorgen, dass die Unterschriften nach Beendigung
der Kampagne auch bei der deutschen Regierungschefin ankommen!
Die Aktion läuft noch bis zum 31.12. 2005!
Das fordert der WWF:
1. Nur noch Holz mit Umweltsiegel bei Regierungsaufträgen!
Die Bundesregierung soll nur noch Holz- und Papierprodukte mit dem
FSC-Siegel oder gleichwertigen Zertifikaten bei Regierungsaufträgen
einsetzen, wie in der rot-grünen Koalitionsvereinbarung festgelegt.
Dieses Vorhaben muss endlich umgesetzt werden, denn nur FSC oder
ein vergleichbares Zertifikat leisten einen Beitrag zum Erhalt der
Wälder weltweit.
2. Das Urwaldschutzgesetz muss
endlich Wirklichkeit werden!
Ein von Umweltverbänden eingefordertes Urwaldschutzgesetz
muss verabschiedet werden, das ermöglicht, den Handel mit Holz
aus illegalen Quellen unter Strafe zu stellen. Indonesien ist der
größte Tropenholzlieferant Deutschlands, rund 70 Prozent
des Holzes stammen jedoch aus illegalen Quellen. Die Vorschläge
liegen auf dem Tisch und müssen jetzt umgesetzt werden.
3. Keine Bundesbürgschaften mehr für
die Zerstörung natürlicher Wälder!
Hermes-Bürgschaften der Bundesregierung haben in der Vergangenheit
die großflächige Abholzung indonesischer Regenwälder
begünstigt. Es müssen endlich öffentlich verbindliche
Regeln für die Absicherung von Exportkrediten festgelegt werden,
damit jeder direkte oder indirekte Beitrag zur Zerstörung der
Wälder, zum Beispiel in den Tropen, ausgeschlossen werden kann.
4. Ein größeres finanzielles Engagement
für das UN-Menschenaffenprogramm!
Ohne schnelle finanzielle Unterstützung werden alle Menschenaffen
und damit auch die Orang-Utans auf Borneo bis 2020
weitgehend ausgestorben sein. Die Bundesregierung muss ihren internationalen
Verpflichtungen nachkommen: Ein Minimum von 5 Euro für jeden
der 55.000 noch lebenden Orang-Utans ist nicht zu viel verlangt
:: Weitere Informationen ::
Verfasser: WWF und Christoph Schneider
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