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:: Produkte aus Tieren und Pflanzen ::
Artenschwund aufgrund von Souvenirs und "Sammelleidenschaft"

 
Beschlagnahmtes Schmuggelgut
Mit der Zunahme des Reiseverkehrs in ferne Länder, nimmt auch die dortige Ausbeutung der Natur immer stärker zu. Denn die Einheimischen in den Urlaubsländern beuten oftmals ihre Natur aus, um Stücke hiervon an die Touristen zu verkaufen. Die prominentesten Beispiele sind hier Figuren aus Elfenbein oder Schildplatt.

Aber nicht nur für Urlauber, sondern auch für Aufkäufer stellen die armen Bewohner vieler Länder Produkte her. Diese verkaufen die Produkte dann an reiche Sammler in der ganzen Welt weiter. Und nicht nur Produkte aus geschützten Arten werden angeboten, sondern auch zahlreichende lebende Tiere. Ob Zierfische, Papageien, Affen oder Schildkröten, der Fantasie sind hier beinahe keine Grenzen gesetzt. Genausowenig, wie
der Art der Verpackung des Schmuggelguts. Aber egal ob in Handtaschen, Paketen, Koffern oder anderen Verpackungen, der Transport ist brutal und es sterben zahlreiche Tiere. Für die kriminellen Schmuggler ist dies leider kein Grund, um über ihr Geschäft nachzudenken, denn sie rechnen mit einer hohen Ausfallquote und werden für ihr Geschäft auch sehr gut entlohnt.

Von deutschen Zollbehörden wurden 1999 zahlreiche Tiere und Pflanzen beschlagnahmt, die unter Verstoß gegen artenschutzrechtlichen Bestimmungen verkauft werden sollten. Manchmal sollte dies sogar als Teilfinanzierung der Reise dienen.

Laut der Statistik des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) wurden 1999 5.685 lebende Tiere im Rahmen von nur 221 Verfahren beschlagnahmt. Außerdem wurden u.a.

  • 9.549 präparierte Exemplare,
  • 7.026 zum Teil bearbeitete Korallen,
  • 2.966 Muscheln,
  • 93 Schildkrötenpanzer,
  • 239 Trophäenteile und
  • 1.138 Lederprodukte
  • ebenfalls von deutschen Zollbehörden beschlagnahmt.

Diese Zahlen lassen einen Einblick in den brutalen, weltweit auf geschützte Arten spezialisierten Handel zu.

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