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:: Der Nährstoffkreislauf ::

Fällt im Tropischen Regenwald ein abgestorbenes Blatt oder ein Ast auf den Boden, so wird dies sofort von sogenannten Mykorrhiza-Pilzen befallen, die aus ihm alle Nährstoffe herausfiltern.Unter dem Stamm sind die Wurzeln  Die Pilze hängen an Baumwurzeln und geben die gewonnen Nährstoffe an die Bäume weiter. Von dem Blatt selbst bleibt kein Humus zurück. So befinden sich fast alle Nährstoffe ständig in den lebenden Pflanzen, nur eine winzige Menge ist in der Bodenschicht enthalten.

Die Verluste, die trotz allem auftreten, werden durch den Regen ausgeglichen. Messungen an den Bächen, die den Wald verlassen, ergaben, daß ihr Wasser unglaublich rein ist, fast so rein wie destilliertes Wasser. Die unzähligen Pflanzenarten, die der Wald hervorgebracht hat, helfen alle mit, möglichst viele Mineralstoffe (wie Calcium, Calium, Phosphor ...) aus dem Regen zu filtern. Nichts darf dabei verloren gehen.
Die Vielzahl der Arten ist also die Antwort der Natur auf die Knappheit der Ressourcen. Nicht trotz der Nährstoffarmut gibt es im Regenwald so viele Arten, sondern gerade wegen ihr !

Veranschaulichung des KreislaufsDamit haben wir auch den Grund gefunden, warum die Regenwälder so empfindlich sind und warum sie sich meist weder durch Viehweiden noch durch Plantagen ersetzen lassen. Die Asche der verbrannten Bäume düngt nach Brandrodungen den Boden zwar kurzzeitig, doch der Regen spült sie bald davon, mitsamt der kümmerlichen Humusschicht. Zurück bleibt ein unfruchtbares Brachland. Wenn erst einmal alle Nährstoffe verschwunden sind, bleiben auch Wiederaufforstungen oft zwecklos. 

 

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Gastautor: Wolfgang Schwarz