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:: Urwaldpflanzen ::

eine WasserschildkroeteTrotzdem hat der erste Eindruck nicht getrügt. Es gibt im Regenwald außergewöhnlich wenig Tiere, v.a. wenig Großtiere. Die Zahl der Arten ist zwar sehr groß, die Zahl der Individuen aber eher klein. Auf 1.000 t pflanzliche Biomasse pro Hektar kommen in Amazonien nur 0,045 t tierische Biomasse (die Kleintierwelt im Boden nicht mitberechnet).

 Eine Gruppe von Affen z.B. beansprucht quadratkilometergroße ein LemurTerritorien.Noch mehr Platz brauchen bestimmte Vogelarten. Ein Schutzreservat für 23 Greifvogelarten in Französisch-Guyana müsste bis zu zehn Millionen Hektar Urwald umfassen.

Die bei weitem größte Tiergruppe der Tropenwälder ist jedoch die der Ameisen und Termiten. Sie macht manchmal fast die Hälfte der tierischen Gesamtbiomasse aus. Das liegt daran, daß die Ameisen am besten mit der Nährstoffarmut zurechtkommen. Die meisten Ameisenarten leben auch auf den Bäumen, oft zusammen mit bestimmten Pilzen, die sie ernähren.

ein naher Verwandter von uns In einem nährstoffarmen Urwald bleiben für Tiere kaum Überschüsse, Früchte und Nüsse sind eine Seltenheit, alles Verwertbare ist im Kreislauf gebunden. Großtiere treten deshalb nur in nährstoffreicheren Regenwäldern auf. Die großen Berggorillas im afrikanischen Urwald kommen z.B. fast nur auf den sehr fruchtbaren Mondbergen in der Republik Kongo vor.

Und im nährstoffreichsten Gebiet des ganzen Tropengürtels, dem ostafrikanischen Hochland am großen Graben, liegt schließlich das Entstehungsgebiet des Menschen. noch keine Handtasche

Die artenreichsten Regenwälder jedoch befinden sich in den weiten Gebieten mit kargem Boden. Hier, wo kein Mensch sich ernähren könnte, hat die Erde unvorstellbare Vielfalt geschaffen. 

 

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Gastautor: Wolfgang Schwarz