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Das Artensterben::
Stirbt
im Regenwald eine Art aus, führt das oft zu einer tödlichen
Kettenreaktion, weil viele Arten aufeinander angewiesen sind, wie
z.B. die Giftfrösche auf die Bromelien.In Westafrika sind allein
etwa 30 Baumarten vom Waldelefanten abhängig. Diese müssen
ihre Früchte fressen, damit die Samen frei werden. Seit die
Elefanten fast verschwunden sind, wachsen einige Baumarten kaum
mehr nach.
Viele
Arten leben außerdem auf einem sehr kleinen Gebiet, die Goldkröte
in Costa Rica kommt zum Beispiel nur auf einer Fläche von 50
mal 100 Metern vor - sonst nirgends. Da schon über die Hälfte
aller Regenwälder zerstört ist, werden wir nie erfahren,
wie viele Arten schon endgültig verschwunden sind, und auch
nicht, was für welche das waren, wie sie lebten und was sie
uns hätten nutzen können.
Die
allerwenigsten Tier- und Pflanzenarten des Tropenwaldes sind bislang
überhaupt entdeckt. Nur etwa 1% ist wissenschaftlich erforscht.
Trotzdem entstammt diesem kleinen Anteil untersuchter Arten bereits
ein Viertel unserer rezeptpflichtigen Medikamente.
Bei der Erforschung
weiterer Arten könnten also wahrscheinlich noch ungeahnte Heilmittel
gegen Krankheiten gefunden werden, die bis jetzt noch nicht oder
nur mangelhaft bekämpfbar sind. Auch die Grundlagen vieler
Nahrungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel liegen in den
Regenwäldern verborgen.
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Gastautor: Wolfgang
Schwarz
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