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Jeden Tag sterben 120 Arten aus ::
Im
Laufe der Erdgeschichte sind immer wieder Arten verschwunden. In
der letzten Eiszeit starb durchschnittlich alle zwei Jahre eine
Tier- oder Pflanzenart aus. Heute aber werden vielleicht 40.000
bis 50.000 Arten jährlich ausgerottet. Damit verschwindet die
Basis der Evolution, die Quelle allen Lebens auf der Erde.
Ein
Viertel aller Arten wird voraussichtlich innerhalb der nächsten
20 Jahre aussterben. Namhafte BiologInnen erklären deshalb,
es gehe bei den derzeitigen Zerstörungen "nicht nur um Tod,
sondern um das Ende von Geburt". "Die Zukunft der Menschheit", so
der Ex-Generalsekretär der Welternährungsorganisation
FAO, Edouard Saouma, "könnte davon abhängen, ob es uns
gelingt, die biologische Vielfalt zu verteidigen und umweltverträglich
zu nutzen."
Vielleicht sollte
der Regenwald aber nicht nur in einer Kosten-Nutzen-Rechnung betrachtet
werden. Hat dieser Wald, selbst wenn er den Menschen keinerlei direkten
Gewinn bringen würde, mit all seiner Vielfalt und Schönheit
keine Existenzberechtigung in sich selbst? Dürfen wir, nur
weil wir dazu in der Lage sind, ganze Arten einfach ausrotten?
"In
den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang
im Moos liegen könnte." (Franz
Kafka)
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Gastautor: Wolfgang
Schwarz
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