Heute
schon ein Stück Regenwald gefrühstückt?
Wo einstmals
die unüberschaubare Wildnis des Tropenwalds herrschte, stehen
in Reih und Glied Plantagenpflanzen, um uns mit so bekannten Produkten
wie Kaffee, Tee, Palmöl oder Bananen zu versorgen. Nicht
nur die Natur leidet darunter, auch die Menschenrechte und Menschenwürde
der ArbeiterInnen auf solchen Feldern wird häufig mit Füßen
getreten:
Beispielsweise sind sie ohne Schutzkleidung hochgiftigen Pestiziden
und Herbiziden ausgesetzt, haben weder Kranken- noch Altersversicherungen
und dürfen sich nicht gewerkschaftlich organisieren.
Ein Beispiel für
die Zerstörung von Regenwald durch Monokulturen und Plantagenwirtschaft
ist der Tabakanbau: Für die Länder der Tropen ist das
Rauchen nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein ökologisches
Problem. Neben den Rodungen für Plantagenflächen verschwindet
besonders viel Wald für das Trocknen des Tabaks. Die Weltgesundheitsorganisation
WHO schätzt, daß für 300 Zigaretten ein Baum gefällt
wird. 1,2 Millionen Hektar Waldland werden auf diese Weise jedes
Jahr ver(b)raucht. Selbst der deutsche Verband der Zigarettenindustrie
gibt zu, daß weltweit jährlich 9,25 Millionen m3 Tropenholz
zur Tabakherstellung und -verpackung vernichtet werden. Das entspricht
der sechsfachen Menge des gesamten deutschen Tropenholzimports.
zurück
weiter